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Barrierefreie Kommunikation

Studien beweisen, dass die sinnerfassende Lesekompetenz weiter abnimmt. Barrierefreie Kommunikation ist deshalb sowohl für Menschen mit als auch ohne Behinderung wichtig. Beatrix Leidwein-Friedl und Stefanie Pillip von alpha nova berichten, was es für sprachliche Inklusion braucht.

In Österreich hat ein Drittel der Erwachsenen massive Probleme beim sinnerfassenden Lesen. Sie verstehen den Inhalt eines Textes nur mangelhaft und das bedeutet: Botschaften kommen nicht an und Unsicherheiten entstehen. Für Menschen mit Behinderung wiederum ist eine barrierefreie Kommunikation die Basis für ein inklusives Leben.

Sprachliche Inklusion ermöglichen

Bei alpha nova sind deshalb wichtige Texte zu diversen Dienstleistungen in Leichter Sprache verfügbar. „Nur wer alles versteht, kann mitreden – das ist eine wichtige Grundlage für Inklusion“, bringt es Beatrix Leidwein-Friedl, verantwortlich für Übersetzungen in Leichte Sprache beim Fachteam kupono auf den Punkt. Wenn sie komplexe Inhalte in Leichte Sprache übersetzt, überlegt sie zuerst, an wen sich dieser Text richtet und wie viel Vorwissen es zum Thema gibt. „Danach geht es ans Kürzen. Kurze Texte sind leichter zu lesen und die Hauptaussage ist besser sichtbar. Eine sehr klare Struktur braucht es außerdem.“ Fremdwörter übersetzt Beatrix Leidwein-Friedl in einen gut verständlichen Begriff oder erklärt sie. „Das ist eine aufwendige Sache, aber es lohnt sich.“

Einfache Orientierung bieten

Damit die Texte in „Leichter Sprache“ tatsächlich leicht zu lesen sind, hat alpha nova eine Prüfgruppe mit Menschen mit Behinderung eingerichtet. „Auch die Gestaltung unserer Website ist ein inklusives Projekt“, berichtet Stefanie Pillip von der Öffentlichkeitsarbeit. „Unsere Inhalte richten sich an sehr unterschiedliche Zielgruppen und müssen für alle einfach zugänglich sein.“

Beim jüngsten Relaunch wurde die Website deshalb umfassend überarbeitet: Design und Menüführung wurden neu gestaltet, um eine klare Orientierung zu ermöglichen und Inhalte schneller auffindbar zu machen. Ein Filter hilft außerdem dabei, gezielt nach passenden Unterstützungsangeboten zu suchen. Gleichzeitig wurden zusätzliche Barrierefreiheitsfunktionen integriert. Über ein gut sichtbares Symbol können Nutzer:innen individuelle Einstellungen vornehmen – zum Beispiel eine frei anpassbare Schriftgröße, eine für Menschen mit Dyslexie optimierte Schrift oder die Hervorhebung des Mauszeigers. Es gibt auch eine Vorlesefunktion. Die meisten Inhalte können außerdem bei Bedarf in „Leichte Sprache“ umgestellt werden.

„Barrierefreie Kommunikation endet aber nicht bei der Website“, betont Stefanie Pillip. „Unser Jahresbericht erscheint erstmals als barrierefreies PDF in neuem Design. Auch unsere Folder zu den einzelnen Dienstleistungen werden künftig barrierefrei gestaltet.“ Ziel sei es, Informationen so aufzubereiten, dass möglichst viele Menschen sie verstehen und nutzen können.

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