Erfahrungsbericht
Ein Tablet, das Türen öffnet
Die Frühförderung und Familienbegleitung von alpha nova arbeitet mit speziellen Tablets, sogenannten LIFEpads. Für Kinder ohne Sprache oder mit Sprachverzögerung werden sie zu einem digitalen Mündchen und eröffnen neue Möglichkeiten, sich mitzuteilen und verstanden zu werden.
Sprache verbindet uns mit der Welt. Mit Worten drücken wir aus, was wir fühlen, brauchen und erleben. Wenn diese Möglichkeit fehlt, kann der Alltag für Kinder und ihr Umfeld sehr herausfordernd sein. „Ohne Worte fühlen sich einige Kinder schnell überfordert oder ziehen sich zurück“, erzählt Julia Bärnthaler, Leiterin der Frühförderung und Familienbegleitung bei alpha nova. „Mit Sprache zeigen Kinder ihren eigenen Willen und teilen uns mit, was sie interessiert oder beschäftigt.“
Die LIFEpads helfen genau hier: Über Bilder und Symbole können Kinder mitteilen, was sie denken oder wie es ihnen geht. Gleichzeitig entstehen dadurch echte Gespräche, gemeinsame Spiele und eine neue Form der Begegnung. „Man kann sich ein LIFEpad wie einen digitalen Mund vorstellen“, erklärt Julia Bärnthaler. „Ich bin oft selbst erstaunt, was alles entstehen kann, wenn sich ein Kind plötzlich mitteilt.“
Mehr als nur ein Tablet
Die LIFEpads sind speziell programmierte Kommunikationshilfen und keine gewöhnlichen Tablets. Besonders bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung unterstützt die digitale Kommunikation dabei, mit der Umwelt in Kontakt zu treten und Reaktionen bewusster wahrzunehmen. Das stärkt die Motivation der Kinder, sich mitzuteilen und auch Beziehungen aufzubauen.
Unterstützung, die Entwicklung möglich macht
Die drei LIFEpads, die derzeit bei alpha nova im Einsatz sind, wurden durch die Unterstützung der Steiermärkischen Sparkassa finanziert. „Bei uns stehen Menschen im Mittelpunkt, vor allem, wenn es darum geht, Entwicklung zu fördern und Perspektiven zu eröffnen“, sagt Evelyn Bauer von der Steiermärkischen Sparkasse.
Für alpha nova sind die LIFEpads ein wichtiger Schritt für mehr Teilhabe und Selbstbestimmung. Denn verstanden zu werden, verändert vieles, vor allem für Kinder.